Aufgaben einer Hausverwaltung
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Wer eine Eigentumswohnung besitzt, begegnet dem WEG-Verwalter spätestens bei der Jahresabrechnung oder der Eigentümerversammlung. Tatsächlich umfasst die Verwaltung einer Wohnungseigentümergemeinschaft jedoch wesentlich mehr. Der Verwalter kümmert sich um die kaufmännischen und organisatorischen Belange der Gemeinschaft, setzt Beschlüsse um und koordiniert zahlreiche Aufgaben rund um das Gemeinschaftseigentum.
Dabei gilt grundsätzlich: Auch eine kleine WEG benötigt im Kern dieselben Verwaltungsleistungen wie eine große Eigentümergemeinschaft. Buchhaltung, Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung, Zahlungsverkehr, Eigentümerversammlungen oder die Organisation notwendiger Instandhaltungsmaßnahmen entfallen nicht deshalb, weil ein Gebäude nur wenige Wohnungen hat.
Welche Aufgaben übernimmt eine WEG-Verwaltung?
Die Aufgaben einer Hausverwaltung lassen sich im Wesentlichen in drei Bereiche gliedern: die kaufmännische Verwaltung, die Organisation der Willensbildung und Beschlussfassung der Eigentümer sowie die Betreuung des Gemeinschaftseigentums.
Eine wesentliche Aufgabe des WEG-Verwalters ist die Verwaltung der Finanzen der Eigentümergemeinschaft. Dazu gehören insbesondere:
Eine ordnungsgemäße Buchhaltung ist dabei die Grundlage für viele weitere Verwaltungsaufgaben. Nur wenn Einnahmen, Ausgaben und Zahlungen korrekt erfasst werden, können Jahresabrechnung und Wirtschaftsplan zuverlässig erstellt werden.
Gerade bei kleinen WEGs wird häufig unterschätzt, dass ein erheblicher Teil dieser Arbeit unabhängig von der Zahl der Wohnungen entsteht. Die Rechnung des Energieversorgers, des Hausmeisters oder der Gebäudeversicherung muss beispielsweise auch bei einer WEG mit vier Wohnungen bearbeitet und bezahlt werden.
Die wesentlichen Entscheidungen über die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums treffen die Wohnungseigentümer. Der Verwalter bereitet diese Entscheidungen vor und sorgt dafür, dass gefasste Beschlüsse anschließend umgesetzt werden.
Zu den typischen Aufgaben gehören:
Gerade die professionelle Moderation einer Eigentümerversammlung wird häufig unterschätzt. Unterschiedliche Interessen müssen zusammengeführt, Diskussionen strukturiert und Entscheidungen herbeigeführt werden. Bei strittigen Themen kommt es darauf an, die Versammlung sachlich zu führen, alle Beteiligten angemessen einzubeziehen und zugleich dafür zu sorgen, dass sie arbeits- und entscheidungsfähig bleibt.
Das gilt auch für eine kleine WEG. Gerade weil sich die Eigentümer häufig persönlich kennen und einzelne Konflikte die Zusammenarbeit über Jahre prägen können, ist eine professionell geleitete Eigentümerversammlung ein wichtiger Bestandteil guter WEG-Verwaltung.
Zur Hausverwaltung gehört außerdem die Organisation zahlreicher Aufgaben rund um das Gebäude und das Gemeinschaftseigentum.
Dazu können beispielsweise gehören:
Dabei muss der WEG-Verwalter nicht jede Tätigkeit selbst ausführen. Seine Aufgabe besteht häufig darin, einen Vorgang zu organisieren, Informationen zusammenzuführen, Entscheidungen der Eigentümer vorzubereiten und anschließend deren Umsetzung zu koordinieren.
Muss ein WEG-Verwalter regelmäßig vor Ort sein?
Viele Eigentümer verbinden Hausverwaltung noch immer mit einem Verwalter, der regelmäßig persönlich in der Wohnanlage erscheint. Für zahlreiche Verwaltungsaufgaben ist eine dauerhafte örtliche Präsenz heute jedoch nicht erforderlich.
Buchhaltung, Zahlungsverkehr, Jahresabrechnung, Wirtschaftsplan, Rechnungsprüfung, Kommunikation mit Eigentümern und Dienstleistern, Vorbereitung von Beschlüssen und viele organisatorische Tätigkeiten können digital durchgeführt werden.
Anders sieht es bei Tätigkeiten aus, die tatsächlich am Gebäude stattfinden müssen. Ein Handwerker benötigt Zugang zum Haus, ein Schaden muss fotografiert oder eine technische Anlage durch einen Fachbetrieb überprüft werden.
Entscheidend ist deshalb weniger, wer räumlich in der Nähe sitzt, sondern wie die Aufgaben zwischen Verwalter, Eigentümern, Hausmeister und externen Dienstleistern organisiert sind.
Was ist bei einer kleinen WEG anders?
Eine kleine WEG hat nicht automatisch weniger Verwaltungsaufwand. Viele Tätigkeiten fallen pro Gebäude oder Eigentümergemeinschaft an und nicht pro Wohnung.
Gleichzeitig kennen sich die Eigentümer kleiner Gemeinschaften häufig gut mit ihrem Gebäude aus und können einzelne Aufgaben vor Ort unkompliziert übernehmen. Genau daraus können neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Eigentümergemeinschaft und Hausverwaltung entstehen.
Statt sämtliche denkbaren Leistungen in einem einheitlichen Verwaltungspaket zusammenzufassen, kann es für eine kleine WEG sinnvoll sein, genau festzulegen:
Welche Aufgaben benötigen professionelle Verwaltungskompetenz – und welche Tätigkeiten können die Eigentümer vor Ort selbst übernehmen?
So kann beispielsweise die Hausverwaltung einen Instandhaltungsvorgang organisatorisch steuern, während ein Eigentümer dem Handwerker die Tür öffnet oder Fotos des betroffenen Gebäudeteils übermittelt.
Welche Aufgaben übernimmt Kiverimo für kleine WEGs?
Kiverimo hat die Leistungen der Hausverwaltung deshalb modular aufgebaut. Kleine Wohnungseigentümergemeinschaften können den Umfang ihrer Verwaltung an ihrem tatsächlichen Bedarf ausrichten.
Modul 1 – Kaufmännische Verwaltung
Kiverimo übernimmt unter anderem Buchhaltung und Zahlungsverkehr, die Überwachung der Hausgeldzahlungen, Jahresabrechnung und Wirtschaftsplan, die digitale Beleg- und Rechnungsprüfung sowie die Pflege des Kunden- und Serviceportals.
Modul 2 – Eigentümerversammlung
Das Modul umfasst die Vorbereitung von Tagesordnung und Beschlussvorlagen, die Einberufung und Durchführung der Online-Eigentümerversammlung, die Niederschrift (Protokoll) sowie die Führung der Beschlusssammlung.
Modul 3 – Instandhaltung und Organisation
Hierzu gehören insbesondere die Steuerung von Dienstleistern, die organisatorische Begleitung von Instandhaltungsmaßnahmen und Versicherungsschäden sowie eine vorausschauende Instandhaltungsplanung. Tätigkeiten, die zwingend am Gebäude stattfinden müssen, übernehmen Eigentümer, Hausmeister oder beauftragte Fachunternehmen.
Digitale Hausverwaltung bedeutet nicht Selbstverwaltung
Eine wichtige Unterscheidung: Wenn Eigentümer einzelne Aufgaben vor Ort übernehmen, wird aus einer professionell verwalteten WEG keine Selbstverwaltung.
Der Verwalter übernimmt die vereinbarten Verwaltungsaufgaben und trägt dafür die entsprechende Verantwortung. Die Eigentümer unterstützen dort, wo ihre Anwesenheit vor Ort sinnvoll oder erforderlich ist.
Gerade für eine kleine WEG kann diese Aufgabenverteilung eine Alternative zur klassischen Hausverwaltung mit umfangreichen Vor-Ort-Strukturen sein.
Fazit: Was macht ein WEG-Verwalter für kleine WEGs?
Ein Hausverwalter übernimmt weit mehr als Buchhaltung und Jahresabrechnung. Eine professionelle Hausverwaltung organisiert die wirtschaftlichen und organisatorischen Angelegenheiten der Eigentümergemeinschaft, bereitet Entscheidungen vor, setzt Beschlüsse um und koordiniert Maßnahmen rund um das Gemeinschaftseigentum.
Für eine kleine WEG stellt sich dabei nicht nur die Frage, welche Aufgaben ein Verwalter grundsätzlich übernehmen kann. Ebenso wichtig ist, welche Leistungen die Eigentümergemeinschaft tatsächlich benötigt und wie die Zusammenarbeit wirtschaftlich sinnvoll organisiert werden kann.
Ein modularer Verwaltungsansatz kann dabei ermöglichen, professionelle WEG-Verwaltung gezielt dort einzusetzen, wo sie benötigt wird – und Aufgaben vor Ort dort zu belassen, wo die Eigentümer sie unkompliziert selbst übernehmen können.
Weiterlesen … Was kostet eine Hausverwaltung für eine kleine WEG?
Kleine Wohnungseigentümergemeinschaften mit bis zu zwölf Wohneinheiten stehen häufig vor einem praktischen Problem: Viele klassische Hausverwaltungen übernehmen kleine Gemeinschaften nur ungern oder geben die Verwaltung sogar ab. Der Verwaltungsaufwand ist rechtlich und organisatorisch nahezu derselbe wie bei größeren Objekten, während die Einnahmen geringer ausfallen. Trotzdem muss auch eine kleine WEG ordnungsgemäß verwaltet werden.
Seit der WEG-Reform ist die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer selbst rechtsfähig. Sie kann Verträge schließen, ein Konto führen und vor Gericht auftreten. Die Eigentümer entscheiden grundsätzlich durch Beschluss über die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums. Dazu gehören insbesondere Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung, Instandhaltung, Versicherungen, Verträge mit Dienstleistern und die Organisation der Eigentümerversammlung.
Bei der klassischen Lösung bestellt die kleine WEG einen externen Verwalter. Dieser übernimmt die laufende kaufmännische, technische und organisatorische Verwaltung und ist im Rahmen seiner gesetzlichen und vertraglichen Befugnisse Vertreter der Gemeinschaft.
Typische Aufgaben sind:
Rechtlich bleibt die Entscheidungshoheit grundsätzlich bei den Eigentümern der kleinen WEG: Wesentliche Maßnahmen, insbesondere größere Instandsetzungen oder bauliche Veränderungen, bedürfen regelmäßig eines Beschlusses. Der Verwalter darf jedoch Maßnahmen treffen, die von untergeordneter Bedeutung sind oder nicht zu erheblichen Verpflichtungen führen; bei dringenden Maßnahmen kann er auch ohne vorherigen Beschluss handeln.
Der Hausverwalter schuldet eine sorgfältige und ordnungsgemäße Verwaltung. Verletzt er schuldhaft Pflichten aus Gesetz oder Verwaltervertrag, kann die Gemeinschaft Schadensersatz verlangen. Eigentümer haften nicht allein deshalb persönlich für Fehler des Verwalters; sie müssen aber Beschlüsse treffen, die einer ordnungsgemäßen Verwaltung entsprechen.
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Vorteile für kleine WEGs |
Nachteile für kleine WEGs |
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Deutliche Entlastung der Eigentümer |
Viele Hausverwaltungen lehnen sehr kleine WEGs ab |
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Fachwissen zu Abrechnung, Beschlüssen und Instandhaltung |
Kosten je Einheit oft vergleichsweise hoch |
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Professionelle Organisation der Versammlungen |
Weniger unmittelbare Einflussnahme im Alltag |
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Klare Zuständigkeit und Haftungsadresse |
Kommunikation kann bei standardisierten Verwaltungen unpersönlich wirken |
Die klassische Verwaltung ist besonders sinnvoll, wenn in der Gemeinschaft wenig Zeit, Fachwissen oder Bereitschaft zur Mitarbeit vorhanden ist. Die Herausforderung liegt häufig nicht in der rechtlichen Eignung des Modells, sondern darin, überhaupt einen passenden Anbieter zu finden.
Bei der Selbstverwaltung organisiert die kleine WEG ihre Angelegenheiten weitgehend selbst. Häufig wird ein Eigentümer durch Beschluss zum Verwalter bestellt. Daneben können Aufgaben praktisch verteilt werden, etwa Buchhaltung, Kommunikation mit Handwerkern oder Vorbereitung der Versammlung. Rechtlich wichtig ist jedoch: Eine bloße Aufgabenverteilung ersetzt keine klaren Beschlüsse und keine eindeutig geregelten Vertretungsbefugnisse.
Die Eigentümergemeinschaft kann einen Eigentümer-Verwalter bestellen. Bei kleinen Gemeinschaften mit weniger als neun Sondereigentumsrechten besteht unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahme vom Anspruch auf Bestellung eines zertifizierten Verwalters: Es muss ein Wohnungseigentümer zum Hausverwalter bestellt sein, und weniger als ein Drittel der Eigentümer darf die Bestellung eines zertifizierten Verwalters verlangen. Für Gemeinschaften mit neun bis zwölf Einheiten ist diese Sonderregel regelmäßig nicht verfügbar.
Eine Selbstverwaltung verlangt daher belastbare interne Strukturen. Dazu gehören insbesondere:
Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Gemeinschaft spart häufig Verwalterhonorare, kennt ihr Objekt genau und kann Entscheidungen schnell sowie individuell treffen. Gerade bei einer kleinen, harmonischen WEG kann dies gut funktionieren.
Dem stehen erhebliche Anforderungen gegenüber. Die Verwaltung kostet Zeit; Fehler bei Abrechnung, Beschlussfassung, Fristen oder Instandhaltung können finanzielle Folgen auslösen. Der bestellte Eigentümer-Verwalter kann bei schuldhafter Pflichtverletzung gegenüber der Gemeinschaft haften. Zudem entsteht Konfliktpotenzial, wenn ein Eigentümer zugleich Verwalter, Miteigentümer und möglicherweise Auftraggeber oder Betroffener einer Maßnahme ist.
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Vorteile für kleine WEGs |
Nachteile für kleine WEGs |
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Geringere laufende Verwaltungskosten |
Hoher persönlicher Zeitaufwand |
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Direkte Kontrolle und kurze Abstimmungswege |
Fachwissen zu WEG-Recht, Buchhaltung und Technik erforderlich |
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Flexible, objektnahe Entscheidungen |
Haftungsrisiken für den Eigentümer-Verwalter |
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Sinnvoll bei vertrauensvoller Zusammenarbeit |
Konflikte zwischen Nachbarn können die Verwaltung belasten |
Selbstverwaltung ist vor allem dann realistisch, wenn mehrere Eigentümer zuverlässig mitarbeiten, die Gemeinschaft konfliktarm ist und zumindest eine Person bereit ist, Verantwortung dauerhaft zu übernehmen.
Digitale Plattformmodelle verbinden Selbstverwaltung mit technischer und fachlicher Unterstützung. Anbieter wie Matera stellen je nach gewähltem Modell ein Eigentümerportal, digitale Dokumentenverwaltung, Kommunikationsfunktionen, Buchhaltungsunterstützung und den Zugang zu Fachleuten bereit. Matera beschreibt seine Angebote als Selbstverwaltung, Fernverwaltung oder klassische Verwaltung mit digitaler Transparenz.
Typische Plattformfunktionen sind:
Rechtlich entscheidend ist stets das konkret gewählte Leistungsmodell: Eine Plattform ist nicht automatisch Verwalter im Sinne des WEG. Wird kein externer Verwalter bestellt, verbleiben die gesetzlichen Verwaltungs- und Vertretungsaufgaben bei der Gemeinschaft beziehungsweise bei dem von ihr bestellten Eigentümer-Verwalter. Die Software kann Prozesse erleichtern, verschiebt aber nicht ohne Weiteres Verantwortung und Haftung.
Der große Vorteil liegt in Transparenz und Struktur. Gerade kleine WEGs können Unterlagen zentral verfügbar halten und Routineaufgaben standardisieren. Eigentümer müssen aber bereit sein, digital zu arbeiten, Entscheidungen vorzubereiten und Aufgaben tatsächlich wahrzunehmen. Auch bei fachlicher Unterstützung muss klar geregelt sein, wer Verträge schließt, Handwerker beauftragt, Zahlungen freigibt und Versammlungen einberuft.
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Vorteile für kleine WEGs |
Nachteile für kleine WEGs |
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Digitale Transparenz und zentrale Dokumentation |
Eigentümer behalten häufig wesentliche Organisationsaufgaben |
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Unterstützung bei wiederkehrenden Verwaltungsprozessen |
Kein vollständiger Ersatz für Verantwortung und Beschlussfassung |
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Potenziell kostengünstiger als Vollverwaltung |
Digitale Affinität und aktive Mitarbeit erforderlich |
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Zugang zu Fachwissen je nach Vertragsmodell |
Haftungs- und Zuständigkeitsgrenzen müssen genau geprüft werden |
Eine Plattformlösung eignet sich insbesondere für engagierte Eigentümergemeinschaften, die ihre Verwaltung selbst in der Hand behalten möchten, aber professionelle Systeme und punktuelle Unterstützung benötigen.
Eine weitere Möglichkeit sind Hauserwaltungen, die ihr Konzept gezielt auf kleine WEGs ausrichten. Solche Anbieter verbinden eine professionelle Verwalterbestellung mit digitalen Prozessen und einer abgestimmten Mitwirkung von Eigentümern sowie Dienstleistern vor Ort.
Kiverimo beschreibt sein Modell ausdrücklich für kleine Eigentümergemeinschaften mit bis zu zwölf Wohneinheiten. Bei Kiverimo sind kleine WEGs Wunschkunden, nicht Eigentümergemeinschaften, die auch mitverwaltet werden. Die Verwaltung erfolgt deutschlandweit digital, jedoch legt Kiverimo auch Wert darauf, dass wichtige Themen persönlich zwischen Verwaltung und Eigentümern besprochen werden, via Telefon oder Videokonferenz. Unterlagen und Informationen werden elektronisch bereitgestellt. Tätigkeiten, die einen Vor-Ort-Bezug haben, werden nach dem Modell sinnvoll zwischen Hausverwaltung, Eigentümergemeinschaft und örtlichen Dienstleistern aufgeteilt.
Typischerweise übernimmt ein solcher Spezialist die zentralen Verwaltungsleistungen, etwa:
Die Eigentümer bleiben dabei nicht außen vor. Gerade bei Objektbegehungen, kleineren Vor-Ort-Terminen oder der Einholung lokaler Informationen kann ihre Mitwirkung sinnvoll sein. Sie ersetzt aber nicht die Rolle der Hausverwaltung: Soweit der Anbieter zum Verwalter bestellt ist, ist er im gesetzlichen und vertraglichen Rahmen für die laufende Verwaltung verantwortlich und gegenüber der Gemeinschaft bei schuldhaften Pflichtverletzungen haftbar.
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Vorteile für kleine WEGs |
Nachteile für kleine WEGs |
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Auf kleine Gemeinschaften zugeschnittenes Leistungsmodell |
Eigentümer müssen bei örtlichen Themen mitwirken |
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Professionelle Verwaltung bei digitalen, schlanken Prozessen |
Nicht jede Aufgabe kann vollständig aus der Ferne erledigt werden |
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Klare Verantwortlichkeit eines bestellten Verwalters |
Überwiegend digitale Kommunikation muss von der Gemeinschaft akzeptiert werden |
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Häufig bessere wirtschaftliche Passung als klassische Großverwaltungen |
Leistungsumfang und Zusatzkosten sollten vor Vertragsschluss genau verglichen werden |
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Bundesweite Betreuung möglich |
Lokale Besonderheiten müssen aktiv kommuniziert werden |
Für kleine WEGs kann dieses Modell eine praktische Mittelposition sein: Die Gemeinschaft behält Transparenz und Nähe zum Objekt, ohne die gesamte rechtliche und organisatorische Last einer Selbstverwaltung tragen zu müssen.
Eine kleine WEG muss nicht zwangsläufig ohne professionelle Hausverwaltung auskommen, nur weil sie für herkömmliche Anbieter wirtschaftlich weniger attraktiv erscheint. Entscheidend ist, wie viel Eigenleistung die Eigentümer leisten können und möchten.
Gerade für Gemeinschaften mit maximal zwölf Einheiten kann ein Spezialist für kleine WEGs daher besonders interessant sein. Das Modell kann die professionelle Organisation, Abrechnung und Beschlussverwaltung einer externen Verwaltung bieten, ohne zwingend die Kosten- und Prozessstruktur einer traditionellen Großverwaltung zu übernehmen. Gleichzeitig bleibt die Gemeinschaft durch digitale Einsicht und punktuelle Mitwirkung eng eingebunden.
Ob Kiverimo passt, hängt jedoch vom konkreten Verwaltervertrag, dem Leistungsumfang, den Kommunikationswegen, den Zusatzkosten und der Bereitschaft der Eigentümer zur Mitwirkung ab. Vor einer Bestellung sollte die kleine WEG deshalb Angebote nicht nur nach dem Preis vergleichen, sondern insbesondere nach klaren Zuständigkeiten, Haftungsregelungen, Erreichbarkeit, digitaler Transparenz und dem Umgang mit Vor-Ort-Aufgaben.
Weiterlesen … Optionen für kleine WEGs im Bereich WEG-Verwaltung
Eine Hausverwaltung für eine kleine WEG arbeitet besonders effizient, wenn sie von einem engagierten Verwaltungsbeirat unterstützt wird. Zwar ist ein Beirat gesetzlich nicht vorgeschrieben, doch gerade in kleinen Wohnungseigentümergemeinschaften kann er die Verbindung zwischen Eigentümern und Hausverwaltung stärken, Unterlagen prüfen und die Verwaltung bei ihrer Arbeit begleiten.
Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger: Braucht eine kleine Wohnungseigentümergemeinschaft einen Verwaltungsbeirat? Sondern vielmehr: Warum sollte sie auf diese Unterstützung verzichten?
Nein. Das Wohnungseigentumsgesetz verpflichtet eine WEG nicht dazu, einen Verwaltungsbeirat zu bestellen. Nach § 29 Abs. 1 WEG können Wohnungseigentümer durch Beschluss zu Mitgliedern des Verwaltungsbeirats bestellt werden.
Die Eigentümergemeinschaft entscheidet also selbst, ob sie einen Beirat einsetzt.
Das gilt für eine WEG mit fünf Wohnungen genauso wie für eine Gemeinschaft mit fünfzig oder mehr Einheiten. Die Größe der Gemeinschaft entscheidet nicht darüber, ob ein Verwaltungsbeirat sinnvoll ist.
Der Verwaltungsbeirat ist mehr als ein Ansprechpartner für die Hausverwaltung. Seine Aufgaben sind im Wohnungseigentumsgesetz ausdrücklich verankert.
Nach § 29 Abs. 2 WEG unterstützt und überwacht der Verwaltungsbeirat den Verwalter bei der Durchführung seiner Aufgaben.
Besonders konkret wird das Gesetz bei zwei zentralen Unterlagen der WEG: Der Wirtschaftsplan und die Jahresabrechnung sollen vor der jeweiligen Beschlussfassung durch die Eigentümer vom Verwaltungsbeirat geprüft und mit seiner Stellungnahme versehen werden.
Damit übernimmt der Beirat eine wichtige Funktion zwischen Verwaltung und Eigentümergemeinschaft.
Für eine kleine WEG ist das nicht weniger relevant als für eine große. Auch bei sechs oder zehn Wohnungen werden Wirtschaftspläne erstellt, Jahresabrechnungen beschlossen, Instandhaltungsmaßnahmen geplant und Entscheidungen vorbereitet.
In kleinen Eigentümergemeinschaften gibt es häufig kurze Abstimmungswege. Das ist ein Vorteil – solange klar ist, wer welche Aufgabe übernimmt.
Ein Verwaltungsbeirat schafft hier eine feste Struktur. Die Verwaltung hat einen definierten Ansprechpartner auf Seiten der Gemeinschaft. Unterlagen können vor einer Beschlussfassung geprüft und Fragen frühzeitig geklärt werden. Gleichzeitig erhält die Eigentümergemeinschaft eine zusätzliche Kontroll- und Unterstützungsinstanz.
Gerade bei einer kleinen WEG muss daraus kein umfangreiches Gremium entstehen. Im Gegenteil: Der Beirat sollte zur Größe und Struktur der Gemeinschaft passen.
Bis zur Reform des Wohnungseigentumsrechts sah das Gesetz grundsätzlich einen Verwaltungsbeirat aus drei Wohnungseigentümern vor. Diese Vorgabe gibt es heute nicht mehr.
Die Gemeinschaft kann die Größe ihres Verwaltungsbeirats selbst bestimmen.
Für eine kleine WEG kann deshalb bereits ein Beiratsmitglied eine sinnvolle Lösung sein. Entscheidend ist nicht die Zahl der Mitglieder, sondern ob die Aufgaben zuverlässig wahrgenommen werden können.
Besteht der Verwaltungsbeirat aus mehreren Mitgliedern, schreibt § 29 Abs. 1 WEG allerdings vor, dass ein Vorsitzender und ein Stellvertreter bestimmt werden.
Damit lässt sich die Struktur des Beirats heute wesentlich besser an die tatsächlichen Verhältnisse einer kleinen Eigentümergemeinschaft anpassen.
Besteht der Verwaltungsbeirat aus mindestens zwei Personen, stellt sich zusätzlich die Frage, wie die Zusammenarbeit organisiert wird.
Eine Geschäftsordnung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Sie kann aber sinnvoll sein, damit nicht bei jeder Prüfung oder Abstimmung neu geklärt werden muss, wer was übernimmt.
Geregelt werden können beispielsweise:
Wie umfangreich solche Regelungen sein müssen, hängt von der Größe und Arbeitsweise des Beirats ab. Für eine kleine WEG sollte auch die Organisation des Verwaltungsbeirats pragmatisch bleiben.
Auch die Haftung ist für Eigentümer relevant, die überlegen, ein Beiratsamt zu übernehmen.
Gerade in kleinen WEGs kann diese gesetzliche Haftungsbegrenzung die Bereitschaft erleichtern, Verantwortung im Verwaltungsbeirat zu übernehmen.
Auch eine kleine WEG kann von einem Verwaltungsbeirat deutlich profitieren. Seine Bedeutung hängt nicht von der Anzahl der Wohnungen ab: Der Verwaltungsbeirat unterstützt und überwacht den Verwalter und prüft insbesondere den Wirtschaftsplan und die Jahresabrechnung vor der Beschlussfassung.
Dabei muss der Beirat einer kleinen Eigentümergemeinschaft nicht groß sein. Auch ein einzelnes Mitglied kann diese Funktion übernehmen. Sind mehrere Eigentümer im Verwaltungsbeirat tätig, sorgen klare Zuständigkeiten und einfache Regeln für eine effiziente Zusammenarbeit.
Gerade für eine kleine WEG kann der Verwaltungsbeirat eine wichtige Schnittstelle zwischen Eigentümergemeinschaft und Verwalter sein: Er bündelt Informationen, unterstützt die Zusammenarbeit und trägt damit zu einer transparenten und effizienten Hausverwaltung bei.
Kiverimo hat seine Prozesse gezielt auf die Anforderungen kleiner Wohnungseigentümergemeinschaften mit bis zu 12 Wohneinheiten ausgerichtet. Dazu gehört auch eine klar strukturierte Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Eigentümern und Verwaltungsbeirat.
Weiterlesen … Braucht eine kleine WEG einen Verwaltungsbeirat?
Wer eine WEG-Verwaltung sucht, stößt fast automatisch auf ein ungeschriebenes Gesetz: Der Verwalter muss vor Ort sein. Das Bild dahinter stammt aus kleineren Wohnanlagen und Mittelstädten – dort, wo man sich tatsächlich noch kennt, wo der Verwalter beim Bäcker um die Ecke grüßt und die Bewohner mit Namen anspricht. In Metropolen wie München, Hamburg, Köln, Frankfurt oder Berlin trägt dieses Bild dagegen kaum noch: Bei hunderten verwalteten Einheiten über die Stadt verteilt ist „man kennt sich“ längst zur Behauptung geworden, nicht mehr zur Realität. Doch selbst dort, wo die Nähe einmal echt war, stellt sich die Frage: Trägt sie wirklich das, was man ihr zuschreibt? Wir sagen: nur bedingt. Zeit für eine ehrliche Bestandsaufnahme.
Die Vorteile eines ortsansässigen Hausverwalters klingen zunächst überzeugend:
All das ist nicht falsch. Aber es beschreibt einen Idealzustand, der in der Praxis selten so eintritt, wie er versprochen wird – egal ob die Eigentumswohnung in Leipzig, Nürnberg oder Dresden liegt.
Ein Objekttermin klingt nach zwanzig Minuten „kurz vorbeischauen“. Tatsächlich bedeutet er für den Verwalter: Anfahrt, Begehung, Rückfahrt, Nachbereitung. Je nach Lage – ob die Anlage am Stadtrand von Frankfurt oder im Umland von Hamburg liegt – kommt schnell ein halber Arbeitstag zusammen. Bezahlt wird dieser Aufwand in aller Regel nicht gesondert; er geht zulasten der Zeit, die eigentlich für die eigentliche Verwaltungsarbeit gedacht ist – für Buchhaltung, Kommunikation, Vorbereitung von Eigentümerversammlungen, Ausschreibungen.
Besonders ins Gewicht fällt das bei kleinen WEGs. Verteilt sich ein halber Arbeitstag bei einer Anlage mit fünfzig Einheiten noch auf viele Schultern, bleibt bei einer kleinen Gemeinschaft mit vier, sechs oder acht Einheiten derselbe Zeitaufwand übrig – nur eben pro Wohnung um ein Vielfaches teurer. Wer eine kleine WEG verwaltet, kann sich Vor-Ort-Termine ökonomisch schlicht seltener leisten, als es das Bild vom Hausverwalter „ums Eck“ suggeriert.
Und was leistet der Verwalter bei so einem Termin tatsächlich? Er ist weder Bauingenieur noch Sachverständiger. Eine Objektbegehung erfolgt mit Verwalterfachwissen und gesundem Menschenverstand: Sitzt der Handlauf noch fest? Liegen lose Steine auf dem Gehweg? Bei einer Sanierung ist er in der Regel „nur“ Begleiter des beauftragten Bauingenieurs oder Architekten – nicht der fachliche Entscheider. Die eigentliche technische Bewertung liegt ohnehin bei Fachleuten, die unabhängig davon beauftragt werden, ob der Verwalter zehn oder zweihundert Kilometer entfernt sitzt.
Eine Wohnanlage kann auch dann gut verwaltet werden, wenn der Verwalter nicht vor Ort ist.
Was eine Eigentümergemeinschaft tatsächlich braucht, ist keine physische Präsenz um ihrer selbst willen, sondern:
Ob eine WEG in Köln, München oder einer kleineren Stadt wie Augsburg oder Weimar liegt, spielt für die Qualität dieser Leistungen keine Rolle. Digitale Werkzeuge machen es heute möglich, Beschlüsse, Belege und Kommunikation genauso zuverlässig zu organisieren wie ein Verwalter, der zehn Gehminuten entfernt sitzt – oft sogar zuverlässiger, weil die Prozesse dokumentiert und nicht an spontane Vor-Ort-Termine gebunden sind.
Bei der Verwaltersuche lohnt es sich, weniger nach der Entfernung und mehr nach der tatsächlichen Leistung zu fragen:
Die Nähe zum Objekt ist ein angenehmes Extra, aber kein Qualitätsmerkmal. Entscheidend ist, ob eine WEG professionell geführt wird – deutschlandweit, unabhängig davon, ob das Haus in einer Metropole oder einer mittelgroßen Stadt steht.
Kiverimo ist als bundesweit aktive Hausverwaltung auf kleine Wohnungseigentümergemeinschaften spezialisiert – organisiert, digital und erreichbar, unabhängig vom Standort.
Weiterlesen … Warum Ihr Verwalter nicht ums Eck wohnen muss